Schmerzforschung
Aufruf zur Beendigung des Tierversuchs in der Schmerzforschung
Tiere für die Schmerzforschung zu verwenden ist nur von geringem Wert, und sollte durch neuere Technologien ersetzt werden, argumentiert eine Gruppe medizinischer Experten aus England. Tierversuche können nur manche Aspekte von chronischen Schmerzen simulieren, heißt es in dem Bericht. Mit Hilfe neuer Gehirnssimulationstechniken und Gehirnscanningmethoden könnten mehr Studien am Menschen erarbeitet werden.
Die Minister äußerten; Tierversuche seien weiterhin von essentieller Wichtigkeit für das Gesundheitswesen. Allgemein werden die Versuche in der Schmerzforschung ohne Betäubung gemacht.
Aus ethischen Gründen, als auch aus medizinischer Sicht, kann der menschliche Schmerz am Tier nicht gut nachgeahmt werden, sagen die Experten.
Auf einem Mediziner Seminar, organisiert von Dr. Hadwen Trust, RSPCA, und UK Human Tissues Banks, Organisationen welche tierversuchsfreie Forschung fördern, sagten die Experten;“ Durch computergestützte Bilddarstellungen des menschlichen Gehirns können viele Experimente verändert werden. Mit Hilfe von MRI und anderen Scanning Techniken könnte in der Schmerzforschung effektiv an freiwilligen Gesunden und erkrankten Personen der Schmerz erforscht werden. Weitere Laboruntersuchungen können an menschlichen Zell und Gewebeproben im Reagenzglas untersucht und ausgewertet werden.
Einer der Autoren, Prof.Dr. Qasim Aziz von der London School of Medicine und Zahnmedizin, nutzt die neuen Techniken zu seiner Erforschung des Schmerzsignals. Er behandelt Patienten mit Behinderungen, erforscht das reizbare Down Syndrom und Patienten mit unerklärlichen Brustschmerzen.
„In meiner Forschung repräsentieren Tiere kein befriedigendes Modell um es auf den Menschen zu beziehen, und das betrifft die gesamte Schmerzforschung!
Ich wünsche mir mehr Verständnis und Offenheit für diese für den Menschen relevanten Ansätze der Schmerztherapie.
Neue hochentwickelte Computertechnologie bietet uns Einblicke in das vitale Innere des Gehirns, welches im Tierversuch unmöglich ist.
Dr. Gill Langley, von Dr.Hadwen Trust war an dem Seminar beteiligt, und meint:“ Es ist kritisch zu überdenken, ob diese konventionellen, oft sehr einfachen Versuche, nicht durch fortschrittlichere Techniken ersetzt werden können, und das Quälen und Leiden von Tieren ausschließen.“
Minister Meg Hiller sagt; Anlehnend an das englische Tierschutzgesetz von 1986, zum Schutze des Tieres im wissenschaftlichen Vollzug;“Die Forschung am Tier darf nur autorisiert, genehmigt werden wenn es die einzige Möglichkeit ist, und die Gründe können anschaulich gerechtfertigt werden. Fortschritte in alternativen Forschungsmöglichkeiten werden weiterhin verfolgt“; sagt Hiller-
Alan Silman, Medizinischer Direktor der Arthritis Forschungskampagne, ist auch der Meinung, daß Tiere kein gutes Modell in der Schmerzforschung darstellen.
„Uns fehlen effektive Möglichkeiten den Schmerz des Menschen besser zu erforschen, und deshalb haben wir immer noch nicht verstanden warum Menschen mit Arthritis Schmerzen haben!“
BBC Nachrichten online vom 15.08.2008
Übersetzt aus dem englischen von dem Mitglied der Tierversuchsgegner Yvonne Hildebrandt