Keine Tierversuche mehr für Speisemuscheln
Neue EU-Vorschrift tritt am 1. Juli 2011 in Kraft
Zur Überprüfung von Algengiften in Muscheln sind tierversuchsfreie Verfahren einzusetzen.
Muscheln sind für viele Menschen eine besondere Köstlichkeit. Doch was größtenteils nicht bekannt ist: Für diesen Genuss mussten in der EU bislang jährlich bis zu 300.000 Mäuse in Tierversuchen sterben.
Zum Nachweis, ob Speisemuscheln gefährliche Gifte enthalten, die sie durch Algen, ihre Hauptnahrungsquelle, aufgenommen haben könnten, war in der EU bislang ein ebenso grausamer wie unzuverlässiger Tierversuch an Mäusen Pflicht, der sogenannte Maus-Bioassay. Dabei spritzte man den Tieren Muschelextrakt in den Bauch. Wenn zwei von drei Tieren starben, galten die Muscheln als giftig und mussten vom Markt genommen werden.
Gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund und den Ärzten gegen Tierversuche haben wir Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg jahrelang dafür gekämpft, diesen grausamen Mäusetest abzuschaffen.
Ein Erfolg für den Tierschutz!
www.aerzte-gegen-tierversuche.de
www.tierschutzbund.de