Kosmetik im Draize-Test: Giftig und Tragisch

Der Draize-Test
Das Bild zeigt ein Kaninchenauge, das durch den Draize-Test vollkommen zerstört wurde.
Es bedarf keiner Fantasie, um sich die extremen Schmerzen vorzustellen, die den Tieren mit diesem Test zugefügt werden.
Seit 1944 wurde der Draize-Augenreizungstest als Standardtest für
Substanzen verwendet, die in das menschliche Auge gelangen könnten. Bei
diesem Test werden Substanzen in Form von Flüssigkeiten, Flocken,
Körnern oder als Pulver in die Augen einer Gruppe Albino-Kaninchen
gebracht. Die Tiere werden in Boxen gepackt, aus denen lediglich ihr
Kopf hervorschaut, zur völligen Bewegungslosigkeit verdammt. Sie
erhalten während dieser Tests gewöhnlich keinerlei Schmerzmittel.
Nachdem man den Tieren die Substanzen in die Augen gebracht hat,
protokollieren Labormitarbeiter den Schaden am Augengewebe in
bestimmten Zeitabständen über eine Dauer von 72 Stunden. Die Reaktionen
auf die Substanzen reichen von geschwollenen Augenlidern, entzündeter
Iris, Geschwürbildung, Blutungen und massiven Zerstörungen bis hin zur
Erblindung.
Während der Tests werden die Augenlider der Kaninchen mit Klammern
offen gehalten. Da Kaninchen quasi keine Tränenflüssigkeit entwickeln,
verbleiben die Testsubstanzen unverdünnt in ihren Augen. Viele Tiere
verletzen sich bei dem panischen Versuch zu entkommen. Dieser Test ist
lediglich dazu da, Stoffe nach ihrer Schädlichkeit einzustufen. Er
trägt in keiner Weise dazu bei, mögliche Verletzungen des Menschen zu
verhindern oder zu behandeln!
Alternativen zu Tierversuchen
Tierversuchsfreie Testmethoden haben sich als zuverlässiger und weniger
kostspielig erwiesen als Tierversuche. Zu den Alternativmethoden
gehören Zellkulturen, Hornhaut- und Hautgewebekulturen,
Hühnereimembranen, Hornhaut von Augenbanken sowie ausgeklügelte
Computer- und mathematische Modelle. Gerade im Kosmetikbereich müssen
Tierversuche nicht sein, denn die Firmen haben die Möglichkeit, für
ihre Produkte auf die zahlreichen bereits getesteten Inhaltsstoffe oder
Zutatenkombinationen zurückzugreifen, die von der Vereinigung für
Kosmetika, Toilettenartikel und Parfüms als sicher eingestuft wurden.