EU-Chemikalienprogramm
Die EU plant ein Testprogramm, durch das bis zu 30.000 Chemikalien, die
bereits seit über 20 Jahren auf dem Markt sind, auf ihre Giftigkeit
geprüft werden sollen. Dies bedeutet nach Schätzungen für
ca. 45 Mio.
Tiere entsetzliches Leid und einen qualvollen Tod.
Hintergrund:
Alle vor 1981 zugelassenen Chemikalien durften auf den Markt gebracht
werden, ohne dass sie vorher einheitlichen Tests unterzogen werden
mussten. Daher liegen die Testergebnisse jeweils nur firmenintern vor.
Diese Chemikalien sind größtenteils heute noch im Handel erhältlich.
Seit dem Inkrafttreten der EU-Richtlinie 67/548/EEC müssen nun aber
alle Chemikalien einheitlich getestet, klassifiziert und entsprechend
gekennzeichnet werden. Deshalb sollen im Rahmen des von der EU
geplanten Testprogramms alle diese vor 1981 in Umlauf gebrachten
chemischen Substanzen „nachgetestet“ werden. Getestet werden soll u.
a., wie giftig ein Stoff ist,
d. h. welche Menge genau notwendig ist,
um einen Organismus zu töten.
Contra:
Anhand der firmenintern vorliegenden Testergebnisse könnte die
Giftigkeit der betroffenen Substanzen auch „errechnet“ werden. Da diese
aber unter das Betriebsgeheimnis fallen, veröffentlichen die Firmen sie
nicht. Viele der Tests könnten mit tierversuchsfreien Methoden
durchgeführt werden, zumal die Anwendbarkeit von in Tierversuchen
gewonnenen Testergebnissen auf den menschlichen Körper von jeher in
Frage gestellt ist. Inzwischen gibt es auch zunehmend Kritik aus den
Reihen der Parlamentarier/Innen, die eine deutliche
Reduzierung des Tierverbrauchs und den konsequenten Einsatz von Alternativen fordern.
Im September 2004 konnten dem EU-Parlament in
Brüssel bereits 500.000 europaweit gesammelte Unterschriften übergeben
werden. Helfen Sie uns und setzen auch Sie sich mit Ihrer Unterschrift
für eine Umsetzung des Programms mittels tierversuchsfreier
Testverfahren ein.