Tierschutzforschungspreis für Berlin und Brandenburg
Am 15. Mai 2010 haben sich die Tierschutzorganisationen Bund gegen den Missbrauch der Tiere e.V., der Tierschutzverein Berlin u. U. e.V. und die Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg e. V.“ zusammengeschlossen, um wichtige Anliegen des Tierschutzes in der Bundeshauptstadt Berlin zukünftig gemeinsam und damit effizienter verfolgen und durchsetzen zu können.
Das Bündnis wird vertreten durch:
Marcel Gäding, Brigitte Jenner und
Dr. Jörg Styrie
Die Zusammenarbeit umfasst eine Vielfalt von Themen, die politisch geregelt werden müssen. Hierbei geht es um Folgendes:
• Tierschutzgesetzgebung
• Tierversuche • Jugendtierschutz
• Hunde, Katzen und Tauben in Berlin
• Lebendtiervermarktung im Handel
• Wildtiere in Zirkussen
Neben einigen Themen, die bereits in Arbeit sind kann das Bündnis bereits von einem Erfolg sprechen:
Tierschutzforschungspreis des Senats
jetzt auch für Berlin und Brandenburg
Erstmalig schreibt die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt- und Verbraucherschutz in Berlin einen Tierschutzforschungspreis „zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden für Tierversuche sowohl in der wissenschaftlichen Forschung als auch in der Lehre“ aus. So hat unser jahrelanges Bemühen um diesen Preis endlich Früchte getragen.
Die Bundesregierung verleiht einen solchen Preis bereits seit 28 Jahren. Die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Baden- Württemberg und Hessen vergeben auch seit einigen Jahren einen eigenen Tierschutzforschungpreis. Darüber hinaus gibt es Stiftungen, die Forschungspreise verteilen.
Ausgeschrieben werden diese Preise für ein Projekt, das nach den 3Rs Tierversuche - refine (verbessern) – reduce (reduzieren) oder replace (ersetzen).
Der in Berlin mit 15 000 € dotierte Preis wird von dem Tierschutzbündnis um 5 000 € aufgestockt, vorausgesetzt, es wird ein Ersatz von Tierversuchen prämiert.
Unsere nachfolgend aufgeführte Ausschreibung fand Anklang bei der Senatorin Katrin Lompscher und den Verantwortlichen. Sie wurde inzwischen großflächig verbreitet.
Ausschreibung –
Zusatzpreis für die Erforschung von Ersatzmethoden
zum Tierversuch
Beteiligung an der Auslobung eines Tierschutzforschungs-
Preises für ein Projekt zum Ersatz von Tierversuchen
Das Berliner Tierschutzbündnis – Aktionsgemeinschaft für politischen Tierschutz – begrüßt die Auslobung eines Preises „zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden für Tierversuche sowohl in der wissenschaftlichen Forschung als auch in der Lehre“ durch die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz sehr.
Für das Tierschutzbündnis hat der Ersatz von Tierversuchen höchste Priorität. Deshalb werden wir den Forschungspreis des Landes Berlin um weitere 5000 € aufstocken, wenn die Jury ein Forschungsprojekt zum Ersatz von Tierversuchen auszeichnet.
Tierversuchsfreie Forschungs- und Prüfmethoden stehen in ihrer Bedeutung für den Tierschutz nach wie vor zu wenig im Fokus der Öffentlichkeit. Das Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, dies zu ändern. Wir werden ergänzend zu dem Geldpreis durch gezielte Medienarbeit das ausgezeichnete Projekt und somit den Ersatz von Tierversuchen stärker bekannt machen und auch der Preisverleihung einen gebührenden Stellenwert geben.
Ein gesonderter Antrag für den Zusatzpreis ist nicht erforderlich. Wir würden es jedoch begrüßen, wenn Sie uns über Ihr Projekt durch Zusendung einer Kopie Ihrer an die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz gerichteten Bewerbung informierten.
Viel Erfolg und Glück wünscht Ihnen das
Berliner Tierschutzbündnis
Aktionsgemeinschaft für politischen Tierschutz