Monoklonale Antikörper

Antikörper werden für mikrobiologische und diagnostische Techniken und in der Grundlagenforschung benötig. In der Krebsforschung dienen Antikörper zur Erkennung der Krebszellen.
Qualvolle Versuche mit Mäusen werden durch die Taumelrotationskammer ersetzt.
Bestimmte weiße Blutkörperchen eines gesunden Organismus bilden körpereigene Abwehrstoffe (Antikörper) gegen eindringende Fremdstoffe (Antigene) wie beispielsweise Krankheitserreger. Im Körper heften sich die Antikörper an die Fremdstoffe an und bekämpfen diese. Doch nicht immer funktioniert diese natürliche Abwehr, so dass Antikörper künstlich erzeugt werden müssen.
Durch die Verschmelzung von Krebszellen und weißen Blutkörperchen entstehen sogenannte Hybridome. Die benötigten weißen Blutkörperchen werden aus Mäusen gewonnen, die mit einem Antigen immunisiert worden sind. Diese Hybridome werden dann wiederum in andere Mäuse injiziert. Wissenschaftlich werden diese Mäuse „Aszites-Mäuse“ genannt. Nach einigen Tagen bildet sich Flüssigkeit in der Bauhöhle der Maus. Es entsteht eine Bauchwassersucht. In dieser Flüssigkeit vermehren sich die monoklonalen (gleichen) Antikörper, die dann daraus zur weiteren Arbeit gewonnen werden. Bauchwassersucht führt zu ungeheuren Schmerzen. Die Tiere verenden jämmerlich oder werden getötet.
Die Gewinnung von monoklonalen Antikörpern war noch vor 20 Jahren ausschließlich in der Aszitis-Maus möglich. Inzwischen werden die Antikörper - bis auf wenige Ausnahmen - industriell in technischen Kammern gewonnen.